Unsere Vision

Mit 1001plateau e.V. setzen wir uns für eine Gesellschaft ein, in der trans*, inter*, nicht-binäre und queere Menschen akzeptiert und wertgeschätzt werden. Zwangsheterosexualität, Geschlechterhierarchie und Geschlechterdichotomie sind in unserer Gesellschaft immer noch präsent und erzeugen Unterdrückung, Ausgrenzung und Leid. Wir engagieren uns für eine Gesellschaft, die jedem Menschen mehr Möglichkeiten und Chancen gibt, sich selbst frei zu entfalten.

Über die Aufklärung zu Geschlechtsidentitäten und Lebensweisen fernab der heterosexuellen Cisgender-Norm, wollen wir einer Tabuisierung und Pathologisierung entgegen wirken.

Dazu gehört die Aufklärung und Wissensvermittlung an Fachkräfte der Sozialen Arbeit. Eine geschlechtersensible Perspektive in das professionelle Handeln mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen integrieren zu können, sollte für jede Person möglich sein, um diese verstehen und adäquat unterstützen zu können. Davon profitieren nicht nur nicht-binäre Personen, mit denen immer noch viele Fachkräfte in der Unterstützung unsicher sind, sondern auch Cis-Personen.
Mit den Angeboten der Jugendarbeit schaffen wir bei 1001plateau e.V. diskriminierungsfreie Erlebnisräume für trans*, nicht-binäre, intergeschlechtliche und queere junge Menschen. Hier werden sie in der Entwicklung ihrer sexuellen Identität unterstützt und in ihrer geschlechtlichen und sexuellen Selbstbestimmung gefördert. Frei von Sanktionen können sie sich im Selbstfindungsprozess ausprobieren und sich kritisch mit Geschlechterrollen auseinandersetzen.

Gendergerechte Sprache – Warum wir den Gender-Gap verwenden

Eine Normierung gesellschaftlicher Verhältnisse manifestiert sich auch in der Sprache. Um sprachlicher Ausgrenzung und Diskriminierung entgegenzuwirken, verwenden wir eine geschlechtsneutrale Formulierung. Bei Personenbezeichnungen verwenden wir in unserer Schrift den Unterstrich, um all diejenigen sichtbar zu machen, die ausgegrenzt werden. Dieser Unterstrich, auch Gender-Gap genannt, schafft Platz in geschlechtsbezogenen Wörtern, indem die männliche und weibliche Form auseinandergeschoben wird. Er meint alle Menschen, die nicht in die zweigeschlechtliche Ordnung passen oder auch nicht in diese gehören wollen und schafft Sichtbarkeit in der Sprache. Der Unterstrich, als eine sichtbar gemachte Leerstelle, ist zudem eine grafische Möglichkeit, auf Menschen hinzuweisen, die gesellschaftlich und strukturell unsichtbar gemacht werden, wie Queer-Theoretikerin Gudrun Perko anmerkte. Vorgeschlagen wurde die Nutzung des Unterstrichs von Kitty Hermann im Jahre 2003, womit der Gender-Gap seine Wurzeln in der Transgender-Bewegung hat.